Viele Mütter, die das Abenteuer mit dem Tragetuch anfangen, haben dasselbe Problem und dieselbe Frage: Wie soll dieses erste Tragetuch sein? Welche Stoffstruktur (z. B. Bindungsart, Material)  soll es haben? Wie lang solle das sein? Welsches für Neugeborene, wie lange wird man es gebrauchen? … usw. …

In diesem Artikel versuchen wir mehrere Fragen, wie ein/e Trageberater/in, zu beantworten und  euch Tragetücher näher zu bringen.




Ab welchem Lebensalter / Bei welchem Gewicht kann ich mein Baby im Tuch tragen?

Man kann das Tuch von Geburt an benutzen. 

Alles hängt davon ab, wie sich die Mutter nach dem Geburt des Kindes fühlt oder ob das Baby gesund ist. Von sehr großer Bedeutung  sind auch die Einstellung und die Bereitschaft zu Babytragen.

Die einen fangen an, das Baby schon  im Kreißsaal zu tragen, die anderen 3 Wochen nach dem Geburt , der Dritte – als das Kind 5 Monate alt ist. Es gibt keine Regel, es ist nie zu spät.

Man trifft auch Eltern, die nach einem Tragetuch zum ersten Mal zugreifen, wenn das Kleine nicht mehr in der Tragewanne liegen will, aber noch nicht ganz alleine sitzt und es ist zu früh, es in den Sportaufsatz  „umzuziehen“.

Jedes Alter eignet sich, um dasKleine im Tuch zu tragen.

Wie lange kann ich mein Baby im Tuch tragen?

Das ist eine ganz offene und individuelle Frage.

Es kommt ein Zeitpunkt in dem Leben jedes  Kindes, in dem es selbst entschiedet

schon auf eigenen Füßen die Welt zu erkunden und nicht im Tuch zu sitzen.

Dies kann auftreten , wenn  das Kleine 1,5 Jahr, 2 oder 3 Jahre alt wird. Es kommt auch sehr oft zu solchen Situationen, dass  ein 5-6 jähriges Kind im Tuch getragen werden will, wenn es z. B. sieht, dass die Mutter beginnt, das Neugeborene zu tragen.

Bis wie viel Kilo ins Tragetuch?

Bei den gewebten Tüchern gibt es keine Gewichtsbeschränkung.

Sie sind reißfest. Alles hängt natürlich von dem Kind, von den Eltern und von den Umständen, in den man das Tuch braucht, ab.

Man nimmt 20 kg als sichere Gewichtgrenze beim Tuchtragen an.




Erstes Tragetuch – unbedingt Streifenmuster?

Nicht unbedingt, aber es lohnt sich.

Tragetuchberater gebrauchen am meisten beim Trageberatung buntgestreifte Babytragetücher.  Sie empfehlen sie für die, die keine Bindeerfahrung haben - da die Streifen einfach bei der Orientierung helfen

Erstens, solche Tragetücher verfügen über verschiedene bunte Streifen, die sich bei der oberen und unteren Kanten des Tuches befinden, was leichter macht, sie zu unterscheiden und schnell beim Binden zu finden.

Zweiter Vorteil der Streifen: die große Hilfe bei der richtigen Bindung. Man kann Strähne für Strähne festziehen, da die Streifen die Hand führen.

Dank dem Muster straffen wir das Tragetuch besser, um Extrahalt zu bekommen.

Es sei daran erinnert, dass Tragetuch in Streifen, ist auch diese das nur eine schmale Linie bei einem Kant hat, die sich von der Rest des Tuches unterscheidet. Solches Tuch kann auch nur zwei breite bunten Linien besitzen, die sich auch von der Rest des Tuches unterscheiden.

Wenn du z. B. dein erstes Tragetuch kaufst, das aber kein Streifentuch ist, sondern nur dicke Jacquard Tragetuch – keine Panik, suche solches, dessen zumindest untere und obere Kante mit verschiedenen Faden genäht  wurden. Es kann auch passieren, dass das Tuch-Ende schräg geschnitten ist. All das gibt ihm die Vorteile eines gestreiften Tuches. 



Das Tuch-Ende schräg, was bedeutet das?

Alle unsere Tragetücher, Jacquard und auch diese mit Streifen, sind in der Mitte des Tuches mit zwei Etiketten  (unten und oben) sichtbar gekennzeichnet. Die Tücher verfügen über spiegelverkehrte Ränder.

Jedes Binden des Tuches fängt mit dem Finden der Mitte des Tuches – bei unseren Tüchern läuft das schneller, weil man die Mitte unten und oben des Materials sieht.

Die Tragetücher haben an den Enden spiegelverkehrte Kanten (schräg geschnitten), das bedeutet, dass die Rollkanten in verschiede Seiten (gegenüberliegend) gerollt werden - mal  nach außen, mal in die Mitte oder mal rechts außen, mal links außen.

Solche Art der Kanten lässt uns das Tuch zweiseitig (auf den beiden Seiten) nutzen.  Jede Seite ist beim Knoten die Richtige.

Auf den Jacquard Tüchern werden am meisten bildhafte Darstellungen (ein Bild, eine Grafik, eine Zeichnung)  gewebt.   Die spezielle Aufgabe der Jacquardtechnik ist es, durch den Wechsel verschiedener Webbindungen auf dem Gewebe unterschiedlich optisch wirkende Teilflächen zu erzeugen, die im Zusammenspiel die Darstellung eines Bildes auf dem Gewebe ermöglichen. 

Der Produktionsprozess sieht so aus: einerseits sehen wir das richtige Muster, andererseits –„ sein Negativ“, d.h. auf der Rückseite gibt es die Farbe der unteren Fäden in einem umgekehrten Bild zu den entsprechenden oberen Fäden.

(Zum Beispiel: Eine blaue Wolke am grauen Himmel auf der anderen Seite wird zu einer grauen Wolke am blauen Himmel.)

In diesen Tüchern lassen uns die schräg geschnittenen Kanten automatisch auch die Farben unterscheiden.

Einfacher gesagt: solches Tragetuch mit dem Streifenmuster hat zusätzlich andersfarbige Kanten.

Es wird zu Streifentuch ideal für Anfänger.



Schrägkreuzgeflecht – warum so wichtig?

Schrägkreuzgeflecht, anders Kreuzkörper-Bindung genannt - er ist in Querrichtung hochelastisch, lässt sich aber in Längsrichtung kaum dehnen.

Ähnliche Eigenschaften hat Diamantgeflecht. Warum ist das so wichtig?

Der Körper des Kindes in solchem Tuch kann einfacher ergonomisch korrekte Haltung einnehmen. Das Tragetuch ist elastisch und lässt den Körper von Baby komfortabel  formen und anpassen -wichtig ist dabei richtige Haltung der Wirbelsäule des Kindes.

Keine Möglichkeit solches Tuches in Längsrichtung  kaum zu dehnen lässt die richtige Haltung des Kindes lange erhalten.

Mit so straff gespanntem Tuch kann man lange Spaziergänge machen. Das Kind fühlt sich sehr komfortabel., so wie in den Armen seiner Mutter.




Baumwolle? Leinen? Bamus? – Was für zarte Neugeborene?

Ehrlich gesagt, alles hängt von der Mutter ab.

Wir können feststellen, dass das Tragetuch mit "Bambus" wunderbar weich und zart ist. Es ist ideal für Sommer, weil es beim Anfassen sogar dünner und „kühler” ist.

Unsere Tragetücher mit "Bambus" halten fantastisch, sind schon nach dem ersten Waschen gleich weich und lassen sich gut binden, neigen kaum zum Rutschen.

Leinen ist sehr stabil, aber ein bisschen steifer als andere Tücher, aber wenn man sich die Mühe macht (ein paar waschen, einen Zopf flechten usw.) und es einträgt, wird es butterweich.  

Solche Tücher sind super geeignet für den Sommer und besonders für größere und schwerere Kinder. Was natürlich nicht bedeutet, dass man mit Leinentüchern nicht auch Neugeborene tragen könnte.

Das Tragetuch 100% aus Baumwolle ist sehr universell.

Die eignet sich für jede Jahreszeit.

Sie ist recht pflegeleicht, unempfindlich, angenehm zu tragen und robust. 

Unsere Tücher aus Baumwolle sind schon von Anfang an weich und nicht steif, sind leicht zu straffen.



Was mit dem Flächegewicht?

Das Flächengewicht ist zunächst nur eine Größe, die das Gewicht/Quadratmeter Tuch angibt.

Tatsächlich haben aber auch die Webart und die Materialmischung Einfluss darauf, wie sich ein Babytragetuch bindet und anfühlt.

Als ziemlich leicht und dünn gelten Streifentücher mit dem Flächengewicht bei ca. 220 gr/m2, was bei Tragetücherbinden lernen von Bedeutung ist, weil die Bindung des Tuches einfacher verläuft.

Zugleich sind die Tücher mit solchem Flächengewicht sehr gut zu tragen, und sowohl für Neugeborene als auch für ältere Kinder sehr empfehlenswert.

Die Tragetücher mit dem höheren Flächengewicht (280 gr/m2 und mehr) sind sehr bei den älteren und schweren Kinder komfortabel. Die Tragfähigkeit solches Tuches ist sehr gut, sie ist kräftig, wie eine kleine Decke, sie drückt um den Schultern und um den Beinen des Kindes nicht. Das Baby-Gewicht ist unmerklich. Mit solchem Tuch kann man lange Spaziergänge machen.




Zusammenfassend:

Dein erstes Tragetuch soll gewebt sein, es kann Streifentuch sein, Schrägkreuz-

oder Diamantgeflecht, 100% aus Baumwolle oder Baumwolle mit Bambus. Alles was Herz begehrt.